Storytelling: tragen Sie die Geschichte Ihres Projektes bzw. Ihrer Initiative in die Welt

Storytelling, zu Deutsch: Geschichten erzählen. Geschichten bringen wir in den zusammenhang, dass wir sie den Kindern oder enkeln vorlesen.Aber was hat das in einem Projekt oder einer Initiative verloren? Dieser Frage gehen wir im diesem Beitrag nach.

Beim Storytelling geht es darum, durch die Verknüpfung von Informationen und Emotionen langfristig Interesse zu wecken und Aufmerksamkeit zu erlangen.

Was ist nun Storytelling und wo liegt der Nutzen?

Ziel des Storytelling ist es, durch Geschichten Informationen in einen logischen und interessanten Zusammenhang zu bringen. Damit ist es möglich, die Geschichte Ihres Projektes oder Ihrer Initiative auf amüsante oder spannende Art und Weise zu erzählen und zugleich informative Aspekte besser zu vermitteln. Jedes Projekt, jede Initiative hat eine Geschichte, die sich für das Storytelling eignet.

Doch zunächst zu den Vorteilen, die das Storytelling mit sich bringt:

  • Mehr Aufmerksamkeit: Sie erregen mehr Neugier und Anteilnahme
  • Langfristiger durch Emotionen: berühren unser Herz und fesseln unseren Geist
  • Wirkungsvoller: sind erheblich einfacher zu merken als nüchterne Fakten
  • Höhere Glaubwürdigkeit: lassen sich durch Bilder und Motive leichter nachvollziehen

Mehr Aufmerksamkeit: Inhalte, die durch Storytelling vermittelt werden, wecken mehr Interesse, Neugier und anteilnahme als bloße Fakten. Damit erreichen Sie mehr Aufmerksamkeit für Projekt bzw. Ihre Initiative. Sie erzeugen durch Storytelling einen unterhaltenden oder spannenden Effekt.

Langfristiger durch Emotion: Es werden nicht nur Informationen vermittelt, sondern zusätzlich auch Emotionen geweckt. Emotionen sind stärker als reine Informationen. Die Leserinnen und Leser bauen Empathie mit den Darstellern der Geschichte auf oder verbinden Ihr Projekt oder Ihre Initiative mit besonderen Eigenschaften. Ergo: Sie identifizieren sich mit Ihrem Projekt oder Ihrer Intiative. Damit können sie über Storytelling auch langfristig Unterstützer und Mitstreiter gewinnen.

Wirkungsvoller: Storytelling ist auch deshalb besonders wirksam, weil sich Geschichten leichter merken lassen als reine Fakten. Durch Storytelling werden Bilder erzeugt und diese haben immer einen stärkeren Effekt, da sie anders verarbeitet werden als reine Informationen. Der Prozess der Informationsverarbeitung ist beim Storytelling – vergleichbar mit einer Eselsbrücke beim Auswendiglernen – daher effektiver.

Höhere Glaubwürdigkeit: Informationen, die durch Storytelling vermittelt werden, werden oft als begründeter empfunden. Da sie in ein Gesamtkonzept eingeordnet werden können. Damit kann Ihr Projekt bzw. Ihre Initiative durch Storytelling glaubwürdiger bzw. zuverlässiger wirken.


Für wen und welche Kanäle eignet sich Storytelling?

Gerade bei Projekten oder Initiatisven, die noch nicht bekannt sind, kann Storytelling wirkungsvoll sein. Bekanntheit wird verschaffen. Sie positionieren sich durch Storytelling von Anfang an nicht als „der neue Laden von nebenan", sondern als „der neue Laden, der...". Sie verbinden Ihr Projekt oder Ihre Initiative mit einer Geschichte und somit mit konkreten Eigenschaften.


Storytelling bietet sich für die Darstellung der Projektkultur oder der Geschichte Ihrer Initiative meistens besser an. Bei Pressemitteilungen und Themen wie Finanzierung oder Kennzahlen sollten Sie ganz individuell abwägen, ob es passend ist, Storytelling einzusetzen.

Wie finde ich den Inhalt für Storytelling?

Im Umfeld Ihres Projektes oder Ihrer Intiative Umfeld kann sich das Storytelling auf zwei Bereiche auswirken: Zum einen auf das Team, das am Projekt beteiligt ist oder die Intitiatve führen. Zum anderen auf den Nutzen, den das Projekt für die Allgemeinheit hat. Hier können und müssen unterschiedliche Ansätze für das Storytelling gefunden werden. J

  • Was hat Sie dazu bewegt, die Intiative zu gründen?


Wichtig für die Qualität von Storytelling sind die Attribute: Je außergewöhnlicher, spannender, kurioser und emotionaler, desto besser. Finden Sie in Ihrem persönlichen Umfeld oder aus der Entstehung Ihrer Projektes bzw. Ihrer Intiative keine Geschichte, so können folgende Punkte ein Ansatz für Storytelling sein:

  • Wie gravierend ist das Problem, das ihr lösen wollt?
  • Wie viele Menschen sind betroffen?
  • Auf welche Weise wird euer Projekt den Menschen helfen?
  • Welchen und wie vielen Menschen wird euer Projekt helfen?

Wichtig ist am Ende jedoch auch vor allem eins: nämlich Authentizität, die Geschichte muss zu Ihnen passen.


Wichtig bei Ihrer Geschichte ist, dass sie verständlich ist. Versuchen Sie daher, nicht zu viele Informationen in Ihre Geschichte zu verpacken. Weniger ist mehr. Beschränken Sie sich daher nur einen Handlungsstrang in Ihrer Geschichte. Auch wenn Geschichten besser in Erinnerung bleiben – die Aufmerksamkeit der Menschen ist und bleibt begrenzt.

Ihre Geschichte muss unbedingt einen roten Faden haben. Gute Geschichten beginnen mit einer Einführung. Zeigen Sie auf, was das Problem ist und wer die Beteiligten sind. Eine Geschichte muss einen oder mehrere Höhepunkte haben. Bauen Sie einen Spannungsbogen auf und verraten Sie nach und nach Ihre Kernbotschaft. Jede Geschichte hat einen Held, dieser verleiht ihr einer Spannung. Und es ist kein Fehler, wenn Ihre Geschichte ein Happy End hat.


Checkliste: Storytelling im Überblick

  • Zielgruppe ermitteln
  • Verständlich und strukturiert erzählen
  • Authentisch sein
  • Weniger ist mehr
  • Roter Faden muss sein
  • Spannungsbogen aufbauen...und trotzdem schnell zum Punkt kommen

So nun sind Sie dran. Schreiben Sie die Geschichte für Ihr Projekt bzw. Ihre Initiative. Vor der eigentlichen Veröffentlichung lassen Sie Ihre Teammitglieder oder Freundinnen und Freunde die Geschichte lesen. Hören Sie sich deren Feedback geduldig an. Es gibt immer etwas zum Verbessern.